Vorsorge-Untersuchungen

Auf dieser Seite informieren wir Sie, wie häufig welche Untersuchung beim Augenarzt empfohlen wird. Hier werden nur allgemein anerkannte Empfehlungen gegeben, die wissenschaftlich gut abgesichert sind und auf übereinstimmender Expertenmeinung basieren.  In  der Praxis halten wir weiteres schriftliches Informationsmaterial und bei Bedarf auch Literaturquellen bereit, die wir Ihnen gerne zur Verfügung stellen. Wir möchten, dass Sie sich selbst von der Bedeutung der Untersuchungen für Ihre Gesundheit überzeugen können.

Vorsorge-Untersuchung auf Glaukom / grünen Star

(ab 40 Jahren)

 

Das Glaukom ist eine relativ häufige Erkrankung, bei der die Sehnervenfasern langsam absterben, unter anderem durch einen erhöhten Augeninnendruck. Die entstehenden Schäden (Gesichtsfeldausfall, später Sehverschlechterung) bemerkt man erst im weit fortgeschrittenen Stadium, eine Heilung ist dann leider nicht mehr möglich. Glaukom ist aber meist mit Augentropfen gut zu behandeln, so dass eine weitere Verschlechterung aufgehalten werden kann, wenn die Erkrankung frühzeitig entdeckt wird.

Ab dem Alter von 40 Jahren wird daher eine regelmäßige Untersuchung auf Glaukom empfohlen (alle 1-2 Jahre).

Fundierte Informationen hierzu gibt es auf Wikipedia.

Vorsorge-Untersuchung auf AMD (altersbedingte Maculadegeneration)

 

Die altersabhängige Maculadegeneration (AMD) ist eine Erkrankung der Augen, die vor allem ältere Menschen ab ca. 55 Jahren treffen kann. Daher wird ab diesem Alter eine Früherkennungs-Untersuchung alle 2-3 Jahre empfohlen, denn:

  • AMD ist eine sehr häufige Erkrankung. Im höheren Alter bekommen etwa 30% der Menschen eine AMD. Sie ist die häufigste Ursache für Erblindung oder hochgradige Sehbehinderung.
  • Frühe Stadien bemerkt man selbst nicht. Erst bei deutlich fortgeschrittener AMD bemerkt man die Schäden.
  • Eine Verbesserung bei einmal eingetretener Sehverschlechterung ist meist nicht möglich.
  • Bei frühzeitiger Entdeckung der AMD werden gezielte und häufigere Untersuchungen durchgeführt, beeinflussbare Risikofaktoren ausgeschaltet und evtl. bestimmte Vitamin-Präparate verordnet. Dadurch kann eine schwere Beeinträchtigung des Sehens oft verhindert oder erheblich verzögert werden.

Die Untersuchung ist völlig ungefährlich, nicht schmerzhaft und dauert nicht lange.

Fundierte Informationen zu AMD gibt es auf Wikipedia.

Kinder-Vorsorge-Untersuchung

 

Leider gibt es in Deutschland nach wie vor viele Kinder, bei denen eine einseitige Schwachsichtigkeit erst sehr spät erkannt wird und daher keine Behandlung mehr möglich ist. Eine einseitige Fehlsichtigkeit fällt im täglichen Leben oft gar nicht auf; eine beidseitige Fehlsichtigkeit fällt meist erst dann auf, wenn die Sehschärfe unter 30% liegt, da auch Dinge wie z.B. kleine Krümel oder ferne Flugzeuge schon mit einer Sehschärfe von 10% erkannt werden können. Daher wurden allgemein anerkannte Empfehlungen zu Augenuntersuchungen von Kinderärzten und Augenärzten erarbeitet:
Alle Kinder ohne weitere Risikofaktoren sollen im Alter von 2 bis 3,5 Jahren einmal beim Augenarzt vorgestellt werden. Wenn besondere Risiken vorliegen (Familienangehörige mit Schielen, starker Fehlsichtigkeit oder einseitiger Schwachsichtigkeit), sollte eine Untersuchung schon mit 6 Monaten erfolgen. Kinder bis zu 10 Jahren, die noch nie augenärztlich untersucht wurden, sollten ebenfalls vorgestellt werden.
Bei der Untersuchung können Fehlsichtigkeiten und Schielen ausgeschlossen werden, auch fast ohne Mitarbeit der Kinder. Die Untersuchung erfolgt spielerisch und ist für die Kinder nicht belastend.